1916 - Bau des Postgebäudes

Im Jahr 1916 wurde das Postgebäude durch dem Baumeister Ramien erbaut. Über die Zeit des Baus des Objektes sind leider nur sehr wenig Daten überliefert.

Das Gebäude wurde seinerzeit als Postamt, Telegraphenamt und Vermittlungsstelle für das Gützkower Telefonnetz genutzt.

Gutzkow Post 1920   Post 1939
Das Postgebäude um 1920.   Das Postgebäude um 1933.

Die Zeit in der Deutschen Demokratischen Republik

Das Gebäude wird in der Zeit durch die Deutsche Post als Postfiliale und lange Zeit auch als Ortsvermittlungsstelle für das Gützkower Telefonnetz genutzt.

Im Erdgeschoß befanden sich der Schalterraum, die Postschließfächer, der Paketraum und ein Büro für den Postvorsteher. Die sanitären Anlagen und Umkleiden befanden sich im Obergeschoß.

Ebenfalls im Obergeschoß befand sich eine Mietwohnung, zu der auch zwei ausgebaute Stuben im Dachgeschoß gehörten.

Der Gewerbehof hatte eine LKW Rampe zum Be- und Entladen der LKW. Der Bodenbelag bestand aus Kopfsteinpflaster.

Auf der Ecke zur Teichstraße wurde ein öffentlicher Briefkasten und eine Telefonzelle aufgestellt.

Die Zeit bis zur Schließung der Postfiliale 1995

Die Ortsnetzverteilung des Gützkower Telefonnetzes wurde mit der Errichtung des Funkturms an der Umgehungsstraße von der Post an den Funkturm verlagert. Außerhalb des Gebäudes wurde die Verkabelung belassen, im Inneren jedoch vollständig zurückgebaut.

Die Filiale der Deutschen Post wurde 1995 geschlossen und die Postdienste wurden an eine Postagentur im Ort ausgelagert.

Verkauf der Postfiliale

Das Obergeschoß wurde bis ins Jahr 2000 noch als Wohnraum vermietet.

Nach dem Verkauf der Postfiliale im Jahr 2001 durch die Deutsche Post Immobilien GmbH begann der Neuauf- und Umbau des Gebäudes.

2001

Umfangreiche Änderungen waren nötig, um das Gebäude wieder auf einen aktuellen Stand der Technik zu bekommen. So wurden die in den Wohnungen vorhandenen Gasleitungen (mit im Hausflur vorhandenem Gaszähler) bis in den Keller zurückgebaut. Die elektrische Anlage mußte von Grund auf neu erstellt werden. Hier hingen die Wohnungszähler (mit 3 Keramikschraubsicherungen) noch im Hausflur. So sind dann Hausanschlußkasten, Zählerschrank, Steigleitungen und die Elektroverteiler in den Etagen neu errichtet worden. In Wohnung / Büro wurde die gesamt elektrische Anlage und Verkabelung neu erstellt. Alle vorhandenen Wasser- und Abwasserleitungen wurden entfernt und gegen moderne Systeme ausgetauscht.

Noch im Jahr 2001 wurde das Erdgeschoß entkernt und als Büro für einen Pflegedienst ausgebaut. Die Postfiliale hatt im eigentlichen Paketraum bisher keine sanitären Anlagen. Diese befanden sich ein Stockwerk höher. So wurde im ehemaligen Paketraum eine Toilette eigebaut und der restliche verbleibene Raum als Küche / Gemeinschaftsraum für den Pflegedienst hergerichtet. Im Raum des Postvorstehers wurde das Büro für einen Geschäftsführer des Pflegedienstes eingerichtet. Die ehemalige Schalterhalle, die auch die Telefonzelle und eine Postfachanlage beherrbergte, wurde zum Großraumbüro des Pflegedienstes. Die Fußböden waren der Mangelwirtschaft geschuldet, aus verschiedensten Materialien mit unterschiedlichen Baumethoden erstellt worden. Von der klassischen Diehlung (im Paketraum und im Raum des Postvorstehers mit Lenoleum überklebt) bis hin zu begossenen Betonfußböden über einer Preußischen Kappendecke. Im Personalraum wurde ein Laminat verlegt, im Geschäftsführerzimmer ein Teppich und alle anderen Räume sind mit einem Feinsteinzeug neu ausgelegt worden. Im Bad haben neben Toilette und Waschbecken auch noch eine Waschmaschine und ein Trockner ihren Platz gefunden.

Personalraum   Geschäftsführerzimmer
Personalraum / Küche   Geschäftsführerzimmer
Großraumbüro   Großraumbüro
Großraumbüro   Großraumbüro


2003

Im Jahr 2003 wurd dann die Sanierung im Obergeschoss in Angriff genommen. Die bereits bis in das Obergeschoß verlegten Leitungen für Wasser und Abwasser sind bis in Bad und Küche verlängert worden und die elektrische Anlage ist ab dem bereits im Jahr 2001 installierten Etagenverteiler neu erstellt worden. 

Bad, Küche und Flur haben einen neuen Fußbodenaufbau mit Trockenschüttung + Trockenstrichplatten bekommen, die dann mit Fliesen ausgelegt worden sind. Die restlichen Räume sind mit Laminat ausgelegt worden. Im September 2003 wurde die Wohnung von einem Mieter bezogen.

Treppenhaus   Flur
Treppenhaus   Flur
Wohnzimmer   Kinderzimmer
Wohnzimmer   Kinderzimmer
Bad   Küche
Bad   Küche

 

2007

Die im Keller verbaute Heizungsanlage wurde nach vielen Jahren Dienst außer Betrieb genommen. Bis dato hat diese Anlage beide Geschosse beheizt.

Die Gasleitung wurde neu verlegt, da die alte Stahlleitung bereits ihr Lebensende erreicht hatte. In dem Zuge erfolgte eine Aufteilung auf zwei Gaszähler und eine Vorbereitung für einen möglichen dritten Zähler für das in Zukunft auszubauende Dachgeschoß. Es erfolgte eine Installation von zwei Vaillant Gas-Brennwertthermen und der Anschluß an das neue in einem der bisherigen Schornsteinzüge installierte Abgabssystem. Die Installtion erfolgt durch die Fa. Uwe Jonas aus Gützkow.

2008

Der Im Erdgeschoß befindliche Pflegedienst Sagert GmbH wurde an einen neuen Eigentümer verkauft und das Mietverhältnis nicht fortgesetzt. Nach langer erfolgloser Suche nach einem gewerblichen Nachmieter wurde entschieden, die Räumlichkeiten für eine Wohnungsvermietung neu aufzuteilen.

Im Dezember 2008 hat der neue Mieter die Wohnung bezogen. 

2010

Der Mietvertrag durch den langjährigen Mieter des Obergeschosses ist durch diesen gekündigt worden. Als neuen Mieter haben wir eine junge Familie mit Baby gewinnen können. Leider hat sich die Familie bei keinem der Versorger für Strom und Gas angemeldet, so dass nach deren Kündigung zum Anfang des Folgejahres nicht nur eine Menge Mietschulden sondern auch Forderungen der Versorger bei uns aufliefen. Bei einer Wohnungsbesichtigung, bei der uns der Mieter auf Schimmelbefall im Schlafzimmer hingewiesen hat, wurde eine Raumtemperatur von 14 Grad festgestellt und der Mieter aufgefordert, die ihm überlassenen Mieträume adäquad zu beheizen, um Schäden am Gebäude zu verhindern.

2011

Im Mai 2011 bezieht ein neuer Mieter die Räume im Obergeschoß nachdem die Wohnung wieder renoviert und der Schimmelbefall im Schlafzimmer beseitigt worden ist.. 

Im November 2011 wechselte der Mieter für die Erdgeschoßwohnung; der uns letzendlich auf auf Mietschulden hat sitzenlassen.

2012

Der Mieter aus dem Obergeschoss hat sein Mietverhältnis zum Ablauf des Monats März gekündigt. Die Erfahrung aus der Dauervermietung hat uns zu dem Entschluss gebracht, die Wohnung nur noch als Kurzzeitvermietung zur Verfügung zu stellen. Die Wohnung wurde renoviert, möbliert und mit einer Küche ausgestattet.

Im Jahr 2012 haben wir die Außenfassade der "Alten Post" neu gestaltet. Der graue Kratzputz aus DDR Zeiten sah nicht sonderlich ansehnlich aus. Nun erstrahlt die Post in einem hellen, freundlichen Gelb. Etwa 400 qm Wandfläche sind neu gestrichen worden.

2013

Der Mieter des Erdgeschosses hat und auf Mietschulden eines ganzen Jahres sitzen lassen und die Schlüssel Wohnung erst nach einer Räumungsklage herausgegeben. Für die Mietschulden haben wir ein Urteil am Amtsgericht Greifswalt erwirkt; der Schulder hat sich bisher wiederholt durch Abgabe einer Eidesstattlicher Versicherung der Zahlung seiner Schulden entzogen. Wir werden das im Blick behalten. Der Titel hat 30 Jahre Bestand. 

Im Jahr 2013 haben wir die Pflasterung des Hofes aufgenommen. Hier war Kopfsteinpflaster eingebaut, dass für die gewerblichen Belange des Postbetriebes sicher förderlich waren, sich mit der neuen Nutzung nicht mehr als zeitgemäß herausgestellt haben. Durch Straßenbauarbeiten in der Pommerschen Straße ist das Niveau der Straße und des Geweges etwa 30-40 cm angehoben worden. Von der Straße aus ging es also immer beim Einfahren auf dem Hof etwas "bergab". Der Höhenunterschied wurde im Zuge der Neupflasterung des Hofes ausgeglichen, eine Entwässerung für den Fall von Starkregen eingebaut und einen sehr großen Anteil der Einfahrt haben wir mir Rasengittersteinen gestaltet, damit Regenwasser versickern kann.

Auf der Einfahrt befand sich ein Brunnen, der mit Brunnenringen errichtet worden, aber wegen seines Alters doch schon recht brüchig in der obersten Lage war. Deshalb wurde der obere Teil des etwa 10 Meter tiefen Brunnens neu erstelt und mit einem Massiven Betondeckel verschlossen. Die Nutzung des Brunnens erfolgt ab dieser Zeit durch ein im Keller befindliches Hauswasserwerk, das Gießwasser für den Garten bereitstellt.

Das auf der Einfahrt befindliche Nebengebäude mußte abgerissen werden. Die Bodenplatte war stark unterhöhlt und das Gebäude hat sich bereits auf einer Seite gesetzt, da dass eine Standsicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte. An gleichem Ort ist ein Carport an die Stelle des bisherigen Nebengebäudes getreten.

2014

Resultierend aus den Erfahrungen aus der Dauervermietung wird ab diesm Jahr auch die Erdgeschosswohnung zur Kurzzeitvermietung genutzt. Wir haben in der Wohnung den Fußboden im Wohnzimmer und der großen Küche auf das Nievau der anderen Räume angehoben. In der Fläche der Küche wurde ein zweites Badezimmer errichtet, das den Komfort einer ebenerdigen Dusche bietet. Ebenfalls ist in dem neuen Bad eine elektrische Fußbodenheizung verbaut worden. Die Küche haben wir in diesem Jahr neu angeschafft und die Wohnung vollständig möbliert.

Wird fortgesetzt....